Puerto de la Cruz

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historisches bild kolumbus Iriarte, Bethencourt, Kolumbus - alles klar? Wissenswertes und Historisches über die Strassennamen in Puerto de la Cruz.
Portrait von Humboldt

Wer war denn gleich noch mal Humboldt? und wer ist denn dieser Künster César Manrique? Gar nicht so uninteressant!.

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Puerto de la Cruz - Persönlichkeiten

Überall trifft man auf diesen Namen.
Wer war César Manrique?

Er war Architekt, Maler und Bildhauer. Zu seinen berühmtesten Werken zählt das "Lago de Martianzez" in Puerto de la Cruz, und nach seinen Plänen wurde die Strandanlage "Playa Jardin" gestaltet. Für sein Werk erhielt er im Laufe seines Lebens zahlreiche Preise und Ehrungen.César Manrique
Er wurde 1919 auf der Insel Lanzarote/ Kanarische Inseln in Arrecife geboren. Er verbrachte seine Jugend in Arrecife, der Hauptstadt der Kanareninsel Lanzarote, wo er 1942 zum ersten Mal seine Bilder ausstellen konnte, die zu diesem Zeitpunkt noch völlig gegenständlich geprägt waren, d.h. er malte die typischen Inselszenen mit Fischerbooten und anderen insularen Motiven.
Nach einem Architekturstudium an der Universität von La Laguna auf Teneriffa, der Hauptinsel der Kanaren, ging er 1945 nach Madrid, wo er an der Akademie San Fernando ein Kunststudium absolvierte. Dort wandte er sich der abstrakten Malerei zu und eröffnete – gemeinsam mit anderen Künstlern und mit Duldung des Franco-Regimes – 1954 eine Galerie für abstrakte und surrealistische Kunst, wodurch er allmählich bekannt wurde und Spanien schließlich sogar zweimal auf der Biennale in Venedig mit seinen Werken vertreten durfte. 1961 stellte er in Paris und in San Francisco aus, und 1964 lud ihn der Kunstmäzen Nelson Rockefeller, der einige seiner Bilder gekauft hatte, nach New York ein. Danach lebte er drei Jahre in den USA, doch 1968, inzwischen international bekannt und mit zahlreichen Kunstpreisen ausgezeichnet, kehrte er nach Lanzarote zurück, um die mittlerweile von der Tourismusbranche „entdeckte“ Atlantikinsel in „einen der schönsten Plätze der Welt“ zu verwandeln. Lanzarote sollte kein häßlich verbautes Pauschalangebot werden, sondern ein Ziel für Menschen mit Schöngeist. Er machte die ganze Insel zu seinem Atelier und begann, an zahlreichen Punkten die bis dahin unbeachteten natürlichen Gegebenheiten mit einfachen Mitteln zu faszinierenden Natur-Kunst-Objekten auszugestalten. Mit Unterstützung des damaligen Inselpräsidenten Pepín Ramírez sorgte er für die Restaurierung von Bauruinen, entwarf neue Architekturprojekte, baute eine historisch wertvolle Kirche neu auf, schuf Skulpturen und Windspiele und entwarf neue Architekturprojekte, wobei er die grandiose Vulkanlandschaft schonte und sie nicht verbaute. Die erste große Touristenattraktion entwarf er 1968 mit dem „Jameos des Agua“. Dafür wurde ein Stück eines vulkanischen Tunnels für Besucher ausgebaut. Der Hauptteil der Grotte bildet ein Auditorium für Konzerte mit fantastischer Akustik, das 600 Besuchern Platz bietet.
Im zentral gelegenen Tahiche errichtete Manrique im selben Jahr auf einem ehemaligen Lavastrom der Vulkanausbrüche von 1730-36 sein eigenes, zweistöckiges Wohnhaus. Auch hier bemühte er sich um eine Verschmelzung mit der Natur.
1973 gestaltete er die 400 Meter hoch über dem Meer gelegene einstige Festung „Bateria del Norte“ im Norden Lanzarotes zu einem Aussichtspunkt mit Restaurant um. Auffallend am „Mirador del Río“ ist das Fehlen jeglicher rechter Winkel.
1989 wurde bei Guatiza der von ihm gestaltete „Jardín de Cactus“ eingeweiht – ein Garten mit 1.400 verschiedenen Kakteenarten in Form eines Amphitheaters. In dieser Gegend lebten die Bewohner im 19. Jahrhundert bis zur Entwicklung von synthetischen Farben von auf Feigenkakteen gezüchteten Läusen (Koschenillen), die den wertvollen Farbstoff Karminrot lieferten.
Für Lanzarote erreichte César Manrique, daß Plakatwände verschwanden und Telefon- und Stromleitungen teilweise unterirdisch verlegt wurden. Er setzte sogar durch, daß sämtliche Hotelanlagen höchstens dreistöckig gebaut werden durften. Zudem förderte er die traditionelle kubische Bauweise.
Aber auch auf anderen Inseln des Archipels schuf er verschieden Projekte, u.a. auf La Gomera den „Mirador del Palmarejo“, auf El Hierro den „Mirador de la Peña“ und in
Puerto de la Cruz auf Teneriffa, wo es keinen Strand gab, die „Playa Jardin“. Mit diesem kühnen Werk wurde eine felsige Bucht zu einem echten Strandparadies umgestaltet. Der „Lago de Martiánez“, eine 33.000 m³ große Wasserlandschaft, wurde eines seiner Meisterwerke: acht Meerwasserbecken, Inseln aus Lava, Grünflächen und Ruhezonen, originelle Skulpturen, darunter eine Palmengruppe, deren Wurzelwerk in den Himmel ragt. Von hier aus ging die Idee der Spaßbäder um die Welt.
1988 zog César Manrique von Tahiche in das Dorf Haría im „Tal der tausend Palmen“ im Norden Lanzarotes, wo er sich in einem von ihm restaurierten Bauernhaus wieder verstärkt der Malerei widmete. Sein ehemaliges Wohnhaus in Tahiche wurde in ein Museum umgewandelt und im März 1992 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wohnraumblase in der Fundación César Manrique

Wohnblase in der Fundación César Manrique

In dem auf fünf natürlichen Lavablasen errichteten, beeindruckenden Gebäudekomplex „Taro de Tahiche“ mit einem Schwimmbecken vulkanischen Ursprungs und großzügigen Gartenanlagen können seither außer Gemälden, Zeichnungen, Skizzen, Keramiken und Skulpturen von Manrique selbst auch zahlreiche Werke berühmter Maler – überwiegend spanischer wie Picasso, Tápies, Chillida und Miró – besichtigt werden.

Schwimmbad in der Fundación César Manrique Schwimmbad Fundación César Manrique

Ein halbes Jahr nach der Eröffnung kam César Manrique 1992, der Lanzarote geprägt hat wie kein anderer, bei einem Autounfall ums Leben – nur wenige Meter von seinem einstigen Wohnort in Tahiche entfernt.

Gartenmauer in der Fundatión César ManriqueMauerwand im Garten Fundación César Manrique

 

 

Wer war Alexander von Humboldt und was hat er mit Teneriffa zu tun?

Naturforscher, Geograph und Forschungsreisender, Bruder von Wilhelm Freiherr von Humboldt. Alexander von Humboldt lieferte auch viele wissenschaftliche Beiträge zur Geophysik, Meteorologie und Ozeanographie.
Er wurde am 14. September 1769 in Berlin geboren. Alexander von Humboldt erhielt Privatunterricht und besuchte verschiedene Universitäten sowie die Bergakademie in Freiberg. Er beschäftigte sich u. a. auch mit Astronomie, Mineralogie und Anatomie.
Humboldt wurde durch seine Erkundung Lateinamerikas berühmt: 1799 unternahm er von Spanien aus eine Schiffsreise, hielt sich eine Woche auf den Kanarischen Inseln auf und soll dort auch den Teide, bestiegen haben. Bei Puerto de la Cruz erinnert bis heute der Humbodtblick, ein Aussichtspunkt mit fantastischem Blick über das gesammte Orotavatal an Humboldts wichtige Zwischenstation auf dem Weg nach Südamerika. Alexander von Humboldt

Er landete schließlich in Cumaná (Venezuela). Humboldt erforschte den Orinoco in seiner ganzen Länge und einen Großteil der Flüsse des Amazonas. Außerdem bereiste er Kuba, das Flussgebiet des Río Magdalena in Kolumbien und die Anden in Ecuador, wo er den Vulkan Chimborazo bestieg, der 5 800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Er studierte Meeresströmungen, relative Temperaturen (der Höhe entsprechend), die magnetische Feldstärke in Bezug auf den Äquator, Mineralien sowie die Pflanzen- und Tierwelt. Die letzte Zeit seiner fünfjährigen Erforschung Lateinamerikas verbrachte er in Mexiko. 1804 kehrte Humboldt nach Europa zurück und brach 1829 zu einer wissenschaftlichen Erkundungsreise durch den Ural und den Altai (Russland) auf. In den letzten Jahren seines langen Lebens schrieb Humboldt ein fünfbändiges Werk mit dem Titel Kosmos (1845-1862), in dem er nicht nur seine umfangreichen wissenschaftlichen Kenntnisse, sondern auch einen Großteil der in der damaligen Zeit angesammelten wissenschaftlichen Kenntnisse über Geographie und Geologie zusammenfassend darstellte. Kosmos gilt als das erste Lehrbuch der Geophysik. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin.


 

 


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