Sie kennen die Calle Iriarte? Aber warum heisst die so?
und was ist mit der Strasse Augustín de Bethencourt? Beides berühmte
Persönlichkeiten:
Tomás de Iriarte
wurde 1750 in Orotava auf Teneriffa geboren.
Seine Dichtung "La Música" fand grosse Beachtung
ebenso seine "Fábulas literarias" im Jahre 1782. Er gehört zu den wichtigen
Dichtern der modernen europäischen Literaturgeschichte und führte die
Fabel in die spanische Dichtkunst ein.
Tomás
de Iriarte begann
seine literarische Bildung bei seinem Onkel Juan de Iriarte in Madrid,
der am königlichen Hof Bibliothekar war. Mit bereits achtzehn Jahren
übersetze Tomás
de Iriarte Theaterstücke aus dem Französischen für das königliche spanische
Theater.
1770
veröffentlichte er sein eigenes erstes Stück "hacer
que hacemos" unter der Verwendung
eines Anagramms seines eigenen Namens.
Die folgenden zehn Jahre war er meist mit Übersetzungen und Aufzeichnungen
für die Spanische Regierung beschäftigt, das änderte sich mit seiner nächsten
Veröffentlichung 1780 mit dem Gedicht "La Musica", das in Spanien und Italien
viel Beifall fand.

Im folgende Jahr 1781 schrieb er seine möglicherweise berühmteste
Arbeit: das Buch " Fabulas Literarias". In ihr verwendete Tomás Gebrauchsfabeln
und Tieranalogien um die Literaten der Stunde in Angriff zu
nehmen.
Ein
Jahr vor seinem Tod in 1790 wurde sein zweites Stück, der Monolog
Gusman EL Bueno veröffentlicht und so führte er
zum spanischen Theater zum ersten Mal einen dramatischen Monolog mit
Musikbegleitung ein.
Tomás de Iriarte starb 1791 in Madrid.
Augustin de Béthencourt y Molina
(1758-1824)
Am Anfang des 19. Jahrhunderts, 1802, wurde die Ingenieur Schule des
Tiefbaus in Madrird auf der Initiative von Augustin de Bethencourt, einem
hervorragenden Repräsentanten
des rastlosen und wissbegierigen Geists der spanischen
Aufklärung gegründet.
Er war in Frankreich und
besonders in Rußland sehr erfolgreich.

Eine seiner berühmten Konstruktionen ist die "Manege" Moskau. Eine
der größten kulturellen Ausstellungskomplexe in Moskau und
wird seit 1957 für wechselnde Ausstellungen und Kunstmessen, häufig
mit internationaler Bedeutung genutzt. Der Bau zählt zum historischen
Zentrum Moskaus und grenzt an den Kreml.
Die militärische Nutzung für eine komplette Kompanie von 2.000
Mann und gleichzeitige Reitervorführungen führten zu einem
für
die damalige Zeit sehr großen Ausmaß von 170 mal 45 Meter
und wurden von dem spanischen Ingenieur und russischen General Augustin
de Béthencourt y Molina mit einer säulenlosen, bis
dahin beispiellosen Dachkonstruktion, als eine kühne Ingenieursleistung
konstruiert.
1817 wurde die Manege als Paradehalle der Offiziersreitschule zur Ehrung
des Sieges über Napoleon im Jahre 1812 erbaut und wurde am 12. November
1817 durch Zar Alexander I. im Rahmen der 5-Jahresfeier des Sieges mit
einer Parade eingeweiht. Um die Halle rechtzeitig zum Jubiläum fertigzustellen,
wurde sie in einer Rekordzeit von nur 6 Monaten errichtet. |